Wikifolio Erfahrungen – Test & Kritik

Anbieterwikifolio.com
SystemSocial Trading Plattform
Mindesteinzahlung1 wikifolio-Zertifikat
Handelbare Wertewikifolio-Zertifikate
Gebühren0,95 % p.a. sowie Performancegebühr
Demokontonein
Bewertung

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Wikifolio ist eine der jüngsten Social-Trading-Plattformen und hat sich zum Ziel gesetzt, das Social Trading neu zu erfinden und als eine echte Alternative für private Anleger zu etablieren. Wie die Plattform funktioniert, was dahinter steckt und worauf Nutzer achten sollten, wird im folgenden Test verraten.

Wikifolio Angebot in der Übersicht

Inhaltsverzeichnis:

Fakten auf einen Blick

Wikifolio ist eine der jüngsten Social-Trading-Plattformen und wurde im Jahr 2012 von der in Wien ansässigen wikifolio Financial Technologies AG ins Leben gerufen. In Zusammenarbeit mit dem Brokerhaus Lang & Schwarz hat sich wikifolio zum Ziel gesetzt, das Social Trading neu zu erfinden und das Social Trading als eine echte Alternative für private Anleger zu etablieren. Bis heute wird dieses Ziel von dem Unternehmen verfolgt und überrascht mit einem innovativen Geschäftsmodell.

Die wichtigsten Merkmale im Überblick:

  • wikifolio AG in Wien
  • geringe Zutrittshürden
  • Handel erfolgt über Partnerbroker
  • Mindesteinzahlung von 100 Euro
  • rund 2.000 Aktien und ETFs
  • Nennwert bei Auflegung der Zertifikate 100 Euro
  • Zertifikate birgen Emittentenrisiko
  • 0,95 Prozent pro Jahr wikifolio-Gebühr
  • unterschiedliche Handelsstile (aktiv diversifiziert, Heavy-Trader, mittel- bis langfristige Anleger)
  • sehr gutes Filtersystem für die Suche nach Top-Tradern
  • erfolgsbasierte Vergütungsregelung für Portfolio-Autoren (bis zu 30 Prozent)
  • durch die Performance-Gebühr verringerte sich die Rendite

Wie funktioniert wikifolio?

Wikifolio unterscheidet sich insofern von anderen Social-Trading-Plattformen, als dass Anleger nicht selbst traden können. Es handelt sich also nicht um eine Handelsplattform. Stattdessen investieren Anleger ihr Geld in den Handel eines Top-Traders (Signalgeber) und wird am Gewinn beteiligt. Das geschieht mithilfe von Zertifikaten, die auch als wikifolios bezeichnet werden. Diese wikifolios werden wiederum mit dem Tradingkonto bei einem Partnerbroker verknüpft.

Dieses Konzept weicht ein wenig von der Idee des Social Tradings ab und Anleger sollten sich bewusst machen, dass sie selbst keinen Einfluss auf die Handelsstrategie des Signalgebers haben. Trades können nicht beendet werden. Hingegen müssen Anleger sehr gut überlegen, in welche wikifolios bzw. Handelsideen sie investieren. Danach heißt es abwarten und hoffen, dass sie auf den richtigen Signalgeber gesetzt haben.

Generell ist wikifolio nur für Anleger geeignet, die über ein umfangreiches Börsen-Grundwissen verfügen und bereits Erfahrungen im Zertifikate-Handel gesammelt haben. Für Einsteiger ist wikifolio eher nicht geeignet.

Wie setze ich eine Handelsidee um?

Sie haben die Möglichkeit eine aktiv betreute Handelsidee einzusehen und zu verfolgen. Setzen Sie Ihre Kompetenz durch eine eigene Handelsidee in einem Musterportfolio um. Wichtig: Beschreiben Sie Ihre Handelsidee (es können unbegrenzt viele Handelsideen umgesetzt werden) so ausführlich wie nötig und so kurz wie möglich.

wikifolio Erfahrungen

Performancegebühr und Erfolgsprämie

Bei Erstellung Ihres wikifolios schlagen Sie eine Performancegebühr zwischen 5% und 30% des Erfolges im wikifolio vor. Diese wird täglich im wikifolio berechnet. In Abhängigkeit von investierten Geldern (Anlagevermögen/Anlagevolumen) im wikifolio-Zertifikat, das Ihre Handelsidee nachbildet, erhalten Sie einen Anteil an der berechneten Performancegebühr – Ihre Erfolgsprämie. Dabei steigt Ihre Prämie in Abhängigkeit der verkauften Zertifikate nach einer vorgegebenen Staffel.

Wer steckt hinter der Lang & Schwarz AG?

Die Lang & Schwarz AG mit Sitz in Düsseldorf wurde bereits im Jahr 1996 gegründet. Seit mehr als acht Jahren an der Wertpapierbörse in Frankfurt notiert. Sie kann über 15 Millionen Privatkunden vorweisen.

Als operative Holdinggesellschaft besteht die Hauptaufgabe der Lang & Schwarz AG darin, strukturierte Produkte zu entwickeln. Die Begebung von derivativen Finanzprodukten (hauptsächlich Hebelprodukte) gehört ebenfalls zu den Hauptaufgaben der Gesellschaft. Die eigenen Produkte der Gesellschaft werden von der Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co., also einer Tochtergesellschaft, im außerbörslichen Direkthandel sowie an der Börse Stuttgart (EUWAX) angeboten. Darüber hinaus stellt die Gesellschaft auch die Handelskurse für verschiedene Aktien, Anleihen ETFs und Fonds. Dabei werden die fortlaufenden Quotes wochentäglich gestellt.

Was sind Vermögensverwalter-wikifolios?

Auf der Plattform gibt es neben den Top-Tradern auch professionelle Vermögensverwalter, die ihre Handelsidee veröffentlichen. Anleger haben die Möglichkeit, mit kleinen Beträgen an dieser Handelsidee zu partizipieren. Bisher hatten nur institutionelle oder vermögende Kunden diese Möglichkeit.

Womit kann auf wikifolio gehandelt werden?

Das Handelsangebot von wikifolio ist sehr umfangreich. So ist das Angebot der durch die Zertifikate abgebildeten Portfolios sehr vielfältig und beinhaltet Aktien mit hohen Dividendenrenditen, Aktien mit soliden Fundamentaldaten oder auch Hebelprodukte. Insgesamt stehen rund 2.000 Aktien und ETFs zur Verfügung. Aufgrund dessen spricht das Angebot nicht nur konservative Anleger an, sondern auch Daytrader und langfristig ausgerichtete Anleger.

Die Rahmenbedingungen für den Handel hat wikifolio auf die Erfordernisse von privaten Anlegern zugeschnitten. So wird der Anfangswert jedes einzelnen Zertifikats bei der Emission auf 100 Euro fixiert. Gehandelt werden die Zertifikate im außerbörslichen Handel von Lang & Schwarz sowie auch an der Stuttgarter Börse.

Was sind die Vorteile eines wikifolio-Zertifikats?

Besonders vorteilhaft ist die Verbriefung des wikifolios als Zertifikat ist, dass hiermit in internationale Dividendenaktien investiert werden kann, ohne dass eine etwaige ausländische Quellensteuer anfällt. So handelt es sich bei dem Zertifikat um ein deutsches Wertpapier. Internationale Aktien müssen hingegen im jeweiligen Ursprungsland versteuert werden. Hieraus resultiert dann auch schon der nächste Vorteil, denn durch die Verbriefung des Zertifikats und der damit geschuldeten Kapitalertragssteuer in Deutschland und durch die fehlende Quellensteuer entstehen Zinseszinsgewinne und Steuervorteile bis zum Verkaufsfall. Gewinne müssen dann natürlich versteuert werden.

Was sind die Nachteile eines wikifolio-Zertifikats?

Einer der größten Nachteile und damit auch einer der gefährlichsten ist das sogenannte Emittenten-Risiko. Sollte die verbriefende Lang & Schwarz AG in eine finanzielle Notlage oder gar in Insolvenz gehen, bedeutet das den teilweisen oder sogar vollständigen Verlust des Kapitals. Zwar ist die Wahrscheinlichkeit eines solchen Ereignisses recht gering, doch ausschließen kann man es nicht.

Ein weiterer Nachteil der wikifolio-Zertifikate ist, dass bei einer Rendite hohe Performancegebühren berechnet werden. Beim klassischen Handel mit Zertifikaten würden diese Kosten nicht anfallen.

Wie groß ist die Reichweite von wikifolio?

Wikifolio hat eine große Reichweite innerhalb Deutschland und Österreich. Hierzu tragen u.a. die Kooperationen mit verschiedenen Partnern bei, wozu zum Beispiel die Lang & Schwarz AG, der Sparkassen-Broker, OnVista Group, die Handelsblatt-Online-Plattform oder auch die Stuttgarter Börse zählt. Sollte ein Trader außergewöhnlich erfolgreich sein, so wird seine Handelsstrategie in bekannten Wirtschaftsmedien präsentiert. Im Vergleich zu anderen Anbietern kann wikifolio in Bezug auf die Reichweite positiv punkten.

Wird wikifolio staatlich reguliert?

Nein, der Anbieter wird nicht reguliert. Das liegt daran, dass wikifolio kein Broker ist und somit auch nicht von der Finanzaufsichtsbehörde reguliert bzw. überwacht werden kann. Eine Regulierung ist immer von Vorteil und schafft Vertrauen, weshalb wikifolio hier nicht punkten kann.

Wie geht wikifolio gegen Missbrauch vor?

Wikifolio möchte seinen Kunden ein faires Social Trading ermöglichen, weshalb unterschiedliche Grundsätze strikt verfolgt werden, um für einen sicheren Handel zu sorgen. Wichtigster Grundsatz ist die Transparenz der Plattform. So werden alle Kurse und Trades in Echtzeit dargestellt. Darüber hinaus erhalten Nutzer einen umfassenden und nachvollziehbaren Überblick über ihre Depots mit entsprechenden Kontoauszügen.

Ein weiterer Grundsatz betrifft die sichere Abwicklung von Investitionen. Weder Trader noch das wikifolio selbst hat Zugriff auf das vom Anleger investierte Kapital. In weiteren Grundsätzen wird zudem die Fairness und Transparenz des Gebührenmodells sowie auch der Datenschutz geregelt.

Zusammengefasst hält sich wikifolio an die folgenden Grundsätze:

  • Grundsatz der zuverlässigen Partner
  • Grundsatz der Fairness
  • Grundsatz der Transparenz
  • Grundsatz der sicheren Abwicklung
  • Grundsatz des sicheren Datenschutzes

Aufgrund der weitreichenden Maßnahmen gegen Missbrauch kann wikifolio positiv hier punkten.

Wie funktioniert die Suche nach einem Top-Trader (Signalgeber)?

Das Filtersystem ist ausgesprochen gut durchdacht und erhält deshalb auch eine sehr gute Bewertung. Eine erste Hilfe bei der Suche nach einem Top-Trader sind die drei Top-Treffer, die sich auf der Schaltfläche „wikifolio Suche“ befinden. Gegliedert sind die drei Trader nach dem niedrigsten Verlust sowie der höchsten Performance im vergangenen Monat. Ebenso wird die beste Sharp-Ratio (Überrendite der Geldanlage pro Risikoeinheit) vorgestellt.

Darüber hinaus ist auch eine detaillierte Suche mithilfe von zahlreichen Kennzahlen möglich. Hierzu gehören zum Beispiel:

Hauptkennzahlen:

  • nur Real-Money-wikifolios
  • nur investierbare wikifolios
  • nur sparplanfähige wikifolios
  • wikifolios mit Hebelprodukten
  • wikifolios ohne Hebelprodukte

Einfache Kennzahlen:

  • Performance Beginn
  • Performance 1 Monat
  • maximaler Verlust
  • Summe Investition

Weitere Kennzahlen:

  • gehandelte Werte
  • Handelsstil
  • Qualitätsmerkmale
  • Risiko/Rendite
  • Entscheidungsfindung
  • Anlageuniversum

Mithilfe dieser umfangreichen Suchfunktion wird es Anlegern ermöglicht, den passenden Top-Trader auf eine schnelle und unkomplizierte Weise zu finden.

Referenzportfolio

Bietet wikifolio ein kostenloses Demokonto an?

Leider bietet der Anbieter kein kostenloses Demokonto an, was von vielen Anlegern – besonders Einsteigern – als Nachteil angesehen wird. Der Grund hierfür ist, dass wikifolio nicht als Onlinebroker auftritt und die Trader über einen Partnerbroker handeln. Hier steht wiederum in der Regel ein kostenloses Demokonto zur Verfügung.

Werden alle Trades veröffentlicht?

Leider besteht nicht die Möglichkeit, das Veröffentlichen der Trades zu deaktivieren. Hier geht wikifolio davon aus, dass es im Sinne des Kunden bzw. Investors ist, sämtliche Trades zu veröffentlichen. Dieses Konzept mag etwas fragwürdig erscheinen, hat seinen Ursprung aber wohl darin, dass es sich bei wikifolio nicht um einen Broker handelt.

Wie gestalten sich die Handelskonditionen?

Die Mindesteinzahlung beträgt 100 Euro. Je nach Rendite des ausgewählten Portfolios steigt dann die Höhe des Investitionsbetrages. Sollte zum Beispiel ein Portfolio eine Rendite in Höhe von zehn Prozent einbringen, so würde der Investitionsbetrag auf 110 Euro ansteigen.

Weitere Kosten fallen in Form von Ordergebühren an, die von der depotführenden Bank berechnet werden. Ebenso fällt eine Zertifikate- und Performance-Gebühr an. Letztgenannte Gebühr wird vom Initiator der Handelsidee selbst festgelegt und liegt zwischen 5 und 30 Prozent. Die Zertifikate-Gebühr beträgt 0,95 Prozent pro Jahr. Dividenden werden im Portfolio gutgeschrieben.

Eine Gebühr für das Nutzen des Portals fällt nicht an.

Welche Vorteile haben Portfolio-Autoren?

Jeder kann ein Portfolio veröffentlichen, ohne dass hieran irgendwelche Bedingungen geknüpft sind. Es erfolgt lediglich eine redaktionelle Überprüfung des Portfolios und wird dann für die Community zugelassen.

Ein Portfolio erhält aber erst den Status „investierbar“, wenn mindestens zehn Anleger jeweils mindestens 2.500 Euro in dieses Portfolio investiert haben. Wird ein Zertifikat aufgelegt erhalten Signalgeber einen Anteil von der Performance-Gebühr, die zwischen 5 und 30 Prozent liegt. Festgelegt wird diese Gebühr zwischen dem Signalgeber, wikifolio und der Lang & Schwarz AG.

Was bedeutet Real Money?

Jeder kann auch selbst in sein wikifolio-Zertifikat investieren. Wenn der Trader nachweisen kann, dass er einmal im Quartal mindestens 5.000 Euro investiert hat, erhält das wikifolio den Status „Real Money“.

Was passiert, wenn ein Anleger aus dem wikifolio aussteigen möchte?

Wenn ein Anleger die Entscheidung trifft, nicht mehr in ein wikifolio zu investieren bzw. die Aktivität auf der Plattform beenden möchte, so übernimmt die Lang & Schwarz das wikifolio. Die Gesellschaft wird dann alle im wikifolio enthaltenen Wertpapiere verkaufen, sodass für den Anleger kein Kursrisiko entsteht.

Gibt es eine App (IOS/Android)?

Eine spezielle App gibt es bisher noch nicht. Es besteht jedoch die Möglichkeit, die Finanzen100-App zu nutzen. Hierin gibt es einen eigenen wikifolio-Bereich, womit der Handel auch unterwegs stattfinden kann. Allerdings ist zu beachten, dass diese App lediglich für die Systeme iOS und Android verfügbar ist. Leider kann diese App nicht auf ein Blackberry- oder Windowsphone geladen werden.

Welche Hilfestellungen bietet wikifolio?

Auf der Webseite wird ausführlich erklärt, wie wikifolio funktioniert. Weitere Hilfen gibt es in den FAQs. Darüber hinaus kann bei Fragen oder Problemen Kontakt per Telefon oder Mail aufgenommen werden. Die Mitarbeiter sind werktags zwischen 09.00 und 17.00 Uhr erreichbar.

Ein Bildungsangebot oder Lernmaterialien gibt es bei wikifolio leider nicht. Anleger müssen also entweder bereits Erfahrungen mitbringen oder sich erst das Wissen über andere Anbieter aneignen.

Was sagt die Fachpresse über wikifolio?

Die Fachpresse hat längst ein Auge auf das deutschsprachige wikifolio-Portal geworfen und ist oftmals Gegenstand einer Berichterstattung. Beispielsweise hat schon die Creditreform, €uro am Sonntag und das Manager Magazin positiv über wikifolio berichtet. Allerdings gibt es bisher noch keinen Erfahrungsbericht aus der Sparte Servicejournalismus. Da das Portal aber immer mehr an Beliebtheit gewinnt, wird es wohl auch in nächster Zeit noch mehr von wikifolio in der Presse zu lesen geben.

Zusammenfassung: Vor- und Nachteile auf einen Blick

Vorteile:

  • Kooperation mit bekannten Partnern
  • viele Maßnahmen gegen Missbrauch
  • keine Zutrittskosten
  • Mindesteinzahlung von 100 Euro
  • rund 2.000 Aktien und ETFs
  • unterschiedliche Handelsstile (aktiv diversifiziert, Heavy-Trader, mittel- bis langfristige Anleger)
  • sehr gutes Filtersystem für die Suche nach Top-Tradern
  • erfolgsbasierte Vergütungsregelung für Portfolio-Autoren (bis zu 30 Prozent)
  • Kontaktaufnahme per Telefon oder Post

Nachteile:

  • kein Bildungsangebot / keine Lernmaterialien
  • keine Regulierung
  • kein Demokonto
  • kein direkter Handel über wikifolio möglich
  • Handel erfolgt über Partnerbroker
  • jeder Handelsverlauf wird veröffentlicht
  • durch die Performance-Gebühr verringerte sich die Rendite
  • Zertifikate birgen Emittentenrisiko

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Ein Artikel von IID.de
Wikifolio Erfahrungen – Test & Kritik am 23.09.2015 mit 4.9 von 5