Wie unterscheiden sich eigentlich die traditionellen von den klassischen Optionen? Diese Frage stellen sich gerade Einsteiger, die mit dem Trading beginnen möchten. Obwohl bei beiden Optionsarten auf die Kursentwicklung eines Basiswertes spekuliert wird, gibt es doch wesentliche Unterschiede. Dabei besteht wohl einer der größten Unterschiede darin, dass klassische Optionen zu den unterschiedlichen Börsenzeiten an der Börse gehandelt werden, während es sich bei Binären Optionen um sogenannte OTC-Produkte („Over the Counter“) handelt. Das heißt, sie werden außerbörslich zwischen Verkäufer (Broker) und Käufer gehandelt. Somit sind sie auch nicht an bestimmte Zeiten gebunden.

Allgemeines zu klassischen Optionen

In der Regel wird bei den klassischen Optionen eine Kursgrenze (Stop-Loss) definiert. Beim Erreichen dieser Grenze werden die Optionen verkauft, umso mögliche Verluste begrenzen zu können. Je nach Kursentwicklung kann der Stop-Loss auch nachgezogen werden (Trailing-Stop-Loss). Anders als bei Binären Optionen steht der Gewinn bei den klassischen Optionen erst beim Optionsverkauf fest. Wer das Stop-Loss-Management nicht beherrscht, der muss mit hohen Verlusten rechnen. Dabei kann der Verlust sogar das eingesetzte Kapital überschreiten, zum Beispiel bei einem Short-Call kommt.

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Hierunter versteht man den Verkauf der Kaufoption, wie beispielsweise für eine Aktie. Dabei kann der Verkauf an einem bestimmten Zeitpunkt (Verfallsdatum) zu einem bestimmten Preis ausgeführt werden. Indes verpflichtet sich also der Verkäufer eines Short-Calls dazu, die Aktie (oder einen anderen Basiswert) zu einem vorab festgelegten Preis (Ausübungspreis) zu verkaufen. Obwohl diese Verpflichtung nicht eintreten muss, erhält der Anleger eine bestimmte Prämie.

Das Gegenstück des Short-Calls ist der Long-Call. Wichtig ist, dass jedem Long-Call auch ein Short-Call gegenüberstehen muss, wobei hier zwischen gedeckten und einem ungedeckten Short-Call unterschieden wird.

Besitzt der Anleger den Basiswert, auf den die Option verkauft wird, nicht, so wird von einem ungedeckten Short-Call gesprochen. Hierfür muss der Anleger allerdings bestimmte Sicherheiten hinterlegen, sodass hier der Verlust durchaus den gesamten Kapitaleinsatz übersteigen kann. Ein gedeckter Short-Call liegt logischerweise dann vor, wenn der Anleger den Basiswert besitzt. Das Risiko ist enorm hoch und die Gewinne werden lediglich durch die Prämien erzielt.

Weiter gibt es im Optionshandel den Unterschied, dass es amerikanische und europäische Optionen gibt. Dabei können europäische Optionen nur am Verfallstag und amerikanische Optionen nur während der Laufzeit ausgeübt werden.

Fazit

Grundsätzlich müssen Anleger beim Handeln mit klassischen Optionen stetig die Kurse überwachen und äußert schnell reagieren. Infolge dessen können klassische Optionen nur mit hohem Zeitaufwand gehandelt werden. Nachteilig ist auch, dass diese Handelsart in den vergangenen Jahren immer komplizierter wurde, sodass selbst die Profis schnell an ihre Grenzen kommen. Für Börsenneulinge ist der klassische Optionshandel also absolut nicht empfehlenswert.

Allgemeines über Binäre Optionen

Ein großer Vorteil beim Handeln mit Binären Optionen ist, dass hier der Gewinn und Verlust schon im Vorhinein feststellt. Ebenso vorteilhaft ist, dass Anleger hier lediglich eine Entscheidung dahingehend treffen müssen, ob am Ende der Optionslaufzeit ein Ereignis eingetreten ist oder nicht. Wer seine Order ausgeführt hat, muss nichts mehr tun, außer abzuwarten. Das ständige Überwachen der Kurse oder ein frühzeitiges Verkaufen ist nicht erforderlich.

Trifft das prognostizierte Ereignis ein, so erzielt der Anleger eine vorab festgelegte Rendite. Im Verlustverfall verliert er lediglich seinen Einsatz. Das Risiko ist also relativ überschaubar.

Bei den Binären Optionen gibt es genauso wie bei den klassischen Optionen verschiedene Handelsarten, die aber relativ einfach zu verstehen sind. Eine der bekanntesten Handelsart sind die Call- und Put-Optionen. Hier spekuliert der Anleger darauf, ob der Kurs eines Basiswertes innerhalb einer bestimmten Zeit steigt (Call) oder fällt (Put).

Fazit

Die Funktionsweise der Binären Optionen ist leicht nachvollzuziehen, weshalb diese Handelsart auch für Neulinge geeignet ist. Zudem sind die Gewinne und Verluste gut kalkulierbar, weshalb mittlerweile auch immer mehr erfahrene Anleger mit diesem Finanzprodukt arbeiten. Aber auch, wenn Binäre Optionen durch ihre Einfachheit bestechen, darf nicht davon ausgegangen werden, dass die Gewinnerwirtschaftung ebenso leicht funktioniert. So ist nämlich eine der wichtigsten Voraussetzung, dass Anleger über gute Marktkenntnisse verfügen und die Marktmechanismen verstehen, da sonst der Handel mit Binären Optionen zum reinen Glücksspiel wird.

Traditionelle vs. Binäre Optionen
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