Eine Kreditkarte ist nicht nur ein praktisches Zahlungsmittel, sondern in einigen FÀllen unentbehrlich. Zwar nicht alle, aber immer mehr Hotels nehmen Internet-Buchungen nur an, wenn der Kunde eine Kreditkartennummer angibt. Bei der Anmietung eines Leihwagens gehört die Kreditkartenvorlage seit lÀngerem zum Procedere.

Was ist zu beachten?

33Bei Kreditkarten bestehen nicht nur beim Preis, sondern auch hinsichtlich der Leistungen deutliche Unterschiede. Einige Karten sind mit Versicherungspaketen verbunden, bei denen es sich hĂ€ufig um Reiseversicherungen sowie um eine Einkaufsversicherung handelt. Bei Reiseversicherungen ist darauf zu achten, wer geschĂŒtzt ist.

Am hĂ€ufigsten gilt der Schutz fĂŒr den Kartenbesitzer und seine Haushaltsangehörigen, bei wenigen Kreditkarten hingegen fĂŒr alle Personen, die an der mittels der Karte bezahlten Reise teilnehmen. Dieser Unterschied ist fĂŒr noch nicht zusammenlebende Paare ebenso wie fĂŒr den Urlaub von Großeltern mit ihren Enkeln von Bedeutung. Auch hinsichtlich der Abbuchung der Kreditkartenabrechnung bestehen Unterschiede.

Üblich ist die monatliche Abrechnung, deren Betrag nach kurzer Zeit abgebucht wird. Einige Emittenten verlĂ€ngern den Zeitraum zwischen dem Erstellen der Monatsabrechnung und dem Einziehen des Saldos auf zwei bis sechs Wochen. Auf der anderen Seite existieren wenige Kreditkarten mit sofortiger Kontobelastung oder mit wöchentlicher Abrechnung.

Welche GebĂŒhren gibt es?

Die drei wichtigsten KreditkartengebĂŒhren sind:

– Die JahresgebĂŒhr. Wenn fĂŒr eine Kreditkarte als kostenlos geworben wird, bezieht sich diese Aussage so gut wie immer auf das Jahresentgelt. Bei einigen Karten bekommt der Inhaber die JahresgebĂŒhr zurĂŒckerstattet, wenn er ein vorgegebenes Umsatzziel erreicht. FĂŒr eine mögliche Partnerkarte berechnen die meisten Emittenten eine ermĂ€ĂŸigte JahresgebĂŒhr. In wenigen FĂ€llen ist mehr als eine Zweitkarte möglich, was sich unter anderem anbietet, wenn der Karteninhaber neben seiner Partnerin auch einem volljĂ€hrigen Kind eine Partnerkarte aushĂ€ndigen möchte.

23– Das Auslandseinsatzentgelt: Dieses wird fĂŒr Zahlungen außerhalb des Euro-WĂ€hrungsraumes fĂ€llig und belĂ€uft sich ĂŒberwiegend auf 1,7 bis 1,75 Prozent des Umsatzes, fĂ€llt bei einigen Karten aber auch höher aus. Teilweise sehen die Nutzungsbedingungen den Verzicht auf das Auslandseinsatzentgelt in ausgewĂ€hlten LĂ€ndern, bei denen es sich ĂŒberdurchschnittlich oft um die Schweiz, Norwegen, Schweden und RumĂ€nien handelt, vor. Wer hĂ€ufig außerhalb der Euro-WĂ€hrungsgemeinschaft verreist, wĂ€hlt eine Kreditkarte ohne Auslandseinsatzentgelt.

– Das Entgelt fĂŒr Barabhebungen. Die meisten Emittenten berechnen einen Prozentsatz der abgehobenen Summe beziehungsweise bei kleineren BetrĂ€gen einen Mindestbetrag. Bei BargeldverfĂŒgungen können weitere Kosten entstehen, indem die Verzinsung nicht wie bei Zahlungen ĂŒblich nur bei Teilzahlungen nach der FĂ€lligkeit, sondern bereits ab dem Tag der Geldversorgung beginnt. Dieses Verfahren gilt nur bei wenigen KreditkartenvertrĂ€gen, stellt bei diesen aber eine wichtige Kostenfalle dar. Wer die Kreditkarte hĂ€ufig fĂŒr die Bargeldversorgung verwendet, entscheidet sich fĂŒr eine Karte, bei der fĂŒr die Geldautomatennutzung keine Zusatzkosten anfallen oder zumindest eine bestimmte Anzahl an jĂ€hrlichen Abhebungen frei ist.

Weitere Entgelte wie Zinsen fĂŒr die Teilzahlung, die Ersatzausstellung einer beschĂ€digten Kreditkarte oder die Neuzusendung der PIN fallen nur in wenigen FĂ€llen an. Die Kreditaufnahme ĂŒber die Kreditkarte sollte aus KostengrĂŒnden generell vermieden werden.

Welche Typen von Kreditkarten gibt es?

Neben klassischen Kreditkarten sind auch Prepaid-Kreditkarten erhĂ€ltlich, deren Einsatz nur im Rahmen des vorhandenen Guthabens möglich ist. Eine weitere Unterscheidung besteht zwischen der Debit Card, deren Verwendung wie bei einer Bankkarte unmittelbar nach der Zahlung dem Konto belastet wird, und der Charge Card mit – ĂŒblicherweise – monatlicher Kontobelastung. Wenn zusĂ€tzlich die Möglichkeit besteht, nur einen Teilbetrag der Monatsabrechnung zu bezahlen und den Rest als Kredit stehenzulassen, wird von einer Revolving Credit Card gesprochen. Verbreitet ist die Ausgabe der Kreditkarte als Charge Card, wobei der Inhaber die Möglichkeit hat, sie durch die Aktivierung der grundsĂ€tzlich eingerĂ€umten Teilzahlungsfunktion in eine Revolving Credit Card umzuwandeln.

Fazit

Welche Kreditkarte die beste ist, richtet sich nach den persönlichen VerhĂ€ltnissen. Aufgrund der Anzahl der Akzeptanzstellen haben die Visa Card und die Mastercard Vorteile gegenĂŒber der American Express-Kreditkarte und der – ohnehin an ein hohes Mindesteinkommen gebundenen – Diners Club-Karte.

Kreditkarten Test 2015

Eine Kreditkarte wird zur Zahlung fĂŒr Waren und Dienstleistungen eingesetzt. Im Gegensatz zu einem Girokonto wird dabei allerdings in der Regel kein Guthaben sondern ein vorgegebener Kreditrahmen belastet. Innerhalb eines vorgegebenen Zeitrahmens wird dieser Kredit dann ausgeglichen und kann anschließend erneut belastet werden. DafĂŒr fallen aber natĂŒrlich in der Regel Zinsen und weitere GebĂŒhren an.

Vorteile, aber auch Nachteile

Es gibt vier Dachgesellschaften, die in Deutschland Kreditkarten vertreiben: American Express (seit 1958), Diners Club (seit 1954), MasterCard (seit 1975) und Visa (seit 1980). Verschiedene Banken und andere Anbieter wie beispielsweise einige Lebensmitteldiscounter geben eigene Versionen dieser Karten heraus. Die Kreditkarten besitzen dabei einige Vorteile: Bei „richtigen“ Kreditkarten, also nicht bei Guthabenkreditkarten, muss man die Schuld erst einige Wochen spĂ€ter zahlen. Dadurch lassen sich kurzzeitige Geldprobleme ĂŒberbrĂŒcken.

Am Monatsende hat man eine genaue Abrechnung darĂŒber, welche Zahlungen man getĂ€tigt hat. Außerdem braucht man so auch weniger oder kein Bargeld bei sich fĂŒhren. Bei einigen Onlineshops und Dienstleistungsangebote im Internet kann man auch ausschließlich mit Kreditkarte zahlen. In einigen Staaten werden Kreditkarten auch regelmĂ€ĂŸig zum Zahlen in EinzelhandelsgeschĂ€ften oder Dienstleistungsgewerbe benötigt, beispielsweise geht in den USA hĂ€ufig nichts ohne Kreditkarte.

Dagegen gibt es aber auch einige und teils erhebliche Nachteile. Ein wichtiger Faktor ist dabei das Thema Sicherheit. Im Gegensatz zu einer EC-Karte lĂ€sst sich eine Kreditkarte leichter missbrauchen, da nur beim Bargeldabheben die PIN benötigt wird. Neben Diebstahl gibt es vor allem die Gefahr sogenannter Phishing-Attacken im Internet, bei denen Ihre persönlichen Informationen wie die Kreditkartennummer abgefangen werden und diese Kriminellen so das Konto belastet können. Kreditkartenzahlungen werden außerdem ĂŒber Terminals bearbeitet. Gibt es dort technische Probleme kann man seinen Einkauf ohne ausreichende Bargeldreserven nicht bezahlen. Außerdem werden Kreditkarten oder einzelne Kreditkarten nicht ĂŒberall akzeptiert.

GebĂŒhren und Typen bei Kreditkarten

Die GebĂŒhren fĂŒr Kreditkarten können sehr unterschiedlich sein. Dabei fallen regelmĂ€ĂŸig neben den GrundgebĂŒhren unter anderem auch GebĂŒhren fĂŒr die Einrichtung beziehungsweise Aktivierung und den Auslandseinsatz an. Insbesondere wenn man Geld am Automaten „zieht“, wo hĂ€ufig einige Euro verlangt werden. Ein großer regelmĂ€ĂŸiger Kostenfaktor sind Zinsen. Hierbei gibt es auch einige Anbieter, die bei sehr schnellem Ausgleich des ausgegebenen Betrag keine Zinsen berechnen. Neben den KomplettrĂŒckzahlungen gibt es auch die Möglichkeit, nur einen Teil des ausgegebenen Kreditrahmens zurĂŒck zu zahlen.

Neben den „klassischen“ Kreditkarten gibt es wie bereits erwĂ€hnt auch Prepaid- beziehungsweise Guthabenkreditkarten. Dort verfĂŒgt man nicht ĂŒber einen Kreditrahmen, sondern kann nur so viel ausgeben wie man zuvor ĂŒberwiesen hat. Damit fĂ€llt ein großer Vorteil, nĂ€mlich kurzzeitige finanzielle EngpĂ€sse zu ĂŒberbrĂŒcken, weg. Außerdem kann man Kreditkarten noch nach dem direkten Anbieter unterscheiden. Einige grĂ¶ĂŸere Einzelhandelsketten bieten eigene Kreditkarten ĂŒber eine Partnerbank an, womit man sich weitere Vorteile sichern kann. So gibt es teilweise Paybackprogramme bei Nutzung dieser Karte in der entsprechenden Einzelhandelskette. Die Karte kann man allerdings auch in anderen GeschĂ€ften oder im Internet einsetzen.

Fazit

Braucht man eine Kreditkarte, und wenn ja: Welche? Diese Frage lĂ€sst sich pauschal kaum beantworten. Zwar gibt es die Möglichkeit, kurzzeitige finanzielle EngpĂ€sse mit einer „richtigen“ Kreditkarte zu ĂŒberbrĂŒcken, allerdings besteht dabei die Gefahr dass man in einen nicht enden wollenden Teufelskreis gerĂ€t. Ob die sonstigen Vorteile eine Kreditkarte rechtfertigen muss jeder selber entscheiden. Sollte man sich dafĂŒr entscheiden sollte man genau auf die GebĂŒhren schauen. Insbesondere hohe Zinsen und GebĂŒhren bei der Nutzung können eine eigentlich kostenfreie Karte schnell sehr teuer machen. Wer hingegen seine Kreditkarte nur in wirklichen NotfĂ€llen einsetzt kann durchaus auf eine kostenfreie Karte mit höheren Nutzungskosten setzen. Prepaidkreditkarten sind vor allem fĂŒr Leute interessant, die eine Kreditkarte wirklich nur dort einsetzen, wo dies zwingend notwendig ist, also beispielsweise im Internet.

Kreditkarte
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