Die Bitcoin-Mining-Farm: Ein Weg zu stetigen Einkünften

In den letzten Jahren ist das Bitcoin Mining zunehmend in den Fokus von Investoren gerückt, die nach Möglichkeiten für passives Einkommen suchen. Durch den Betrieb einer eigenen Mining Farm lässt sich durch die Ausführung mathematischer Operationen zur Validierung von Bitcoin Transaktionen im Bitcoin Netzwerk kontinuierlich die Kryptowährung Bitcoin verdienen.

Ob sich der Aufbau einer profitablen Mining Farm jedoch lohnt, hängt von verschiedenen Faktoren wie den Anschaffungskosten für die notwendige Mining Hardware, den laufenden Stromverbrauchskosten sowie der Entwicklung des Bitcoin Kurses ab.

In diesem Artikel wird detailliert erläutert, wie der Betrieb einer eigenen Bitcoin Mining Farm funktioniert, welche Investitionen und laufenden Kosten damit verbunden sind und unter welchen Voraussetzungen sich damit passives Einkommen erzielen lässt.

Die Bitcoin-Mining-Farm: Ein Weg zu stetigen Einkünften

Funktionsweise des Bitcoin Minings

Bevor die Funktionsweise und der Aufbau einer Bitcoin Mining Farm erläutert wird, soll zunächst das Grundprinzip des Bitcoin Minings erklärt werden.

Bitcoin ist eine Kryptowährung, die auf der Blockchain-Technologie basiert. Die Blockchain ist im Prinzip eine dezentrale Datenbank, in der alle jemals getätigten Bitcoin Transaktionen gespeichert werden. Über Trading-Plattformen wie Bitcoin Trader können Bitcoins einfach erworben werden.

Damit eine neue Transaktion gültig wird, muss sie von den Teilnehmern des Bitcoin Netzwerks authentifiziert und validiert werden. Hier kommen die Miner ins Spiel. Mining bezeichnet den Prozess der Validierung und Absicherung von Bitcoin Transaktionen.

Praktisch läuft das so ab:

  1. In einem festgelegten Zeitintervall (derzeit 10 Minuten) werden neue Transaktionen zu einem Datenblock zusammengefasst.
  2. Die Miner führen komplexe kryptografische Operationen auf diesem Block durch, um ihn mit einem Fingerabdruck (Hash bzw. Hash Rate) zu versehen.
  3. Dafür wird enorm viel Rechenleistung benötigt. Das Bitcoin Netzwerk ist so konzipiert, dass die Schwierigkeit dieser Rechenaufgaben stetig zunimmt.
  4. Jener Miner, dem es als erstes gelingt, die Rechenaufgabe korrekt zu lösen, erhält dafür neu generierte Bitcoin als Belohnung. Dieser Vorgang wird Mining genannt.
  5. Die Rechenleistung, die ein Miner beisteuert, bestimmt seine Gewinnchance. Je mehr Hash Rate, desto größer die Chance auf einen Zuschlag.
  6. Nachdem ein Block validiert wurde, wird er an die Blockchain angehängt und die darin enthaltenen Transaktionen gelten als bestätigt.

Damit ist die Funktionsweise des Bitcoin Minings im Groben erklärt. Im Folgenden wird detailliert dargestellt, wie man eine eigene Mining Farm für passives Einkommen aufbaut.

Aufbau und Betrieb einer Bitcoin Mining Farm

Der Betrieb einer Bitcoin Mining Farm erfordert zunächst einmal einen hohen Kapitaleinsatz für die Anschaffung von Bitcoin Mining Hardware. Dabei gibt es spezielle Hochleistungscomputer, die nur für das Bitcoin Mining ausgelegt sind (ASIC Miner).

Zudem benötigt man Software für die Verwaltung und Überwachung der Mining Aktivitäten. Darüber hinaus müssen laufend die Stromkosten für den Betrieb der Mining Hardware beglichen werden.

Im Detail sind folgende Komponenten für den Aufbau einer Mining Farm notwendig:

Bitcoin Mining Hardware

Für das Bitcoin Mining kommen spezielle Hochleistungscomputer mit starken Grafikprozessoren zum Einsatz, die eigens für das Lösen der kryptografischen Aufgaben entwickelt wurden. Diese Computer werden Application-specific integrated circuit (ASIC) Miner genannt.

Mittlerweile gibt es eine große Auswahl verschiedener Modelle am Markt, die sich in Hash Rate und Effizienz unterscheiden. Entscheidend für die Profitabilität ist das Verhältnis zwischen Hash Rate und Stromverbrauch.

Hier eine Übersicht über gängige ASIC Miner Modelle:

  • Antminer S19 Pro (110 TH/s)
  • Antminer S19j Pro (100 TH/s)
  • Antminer T19 (84 TH/s)
  • Antminer S17+ (73 TH/s)
  • WhatsMiner M30S++ (112 TH/s)

(TH/s = Terrahash pro Sekunde, Maßeinheit für die Hash Rate)

Beim Kauf sollte man auf Energieeffizienz (TH/Joule) achten, nicht nur auf absolute Hash Rate. Geräte mit aktueller Technologie sind effizienter.

Mining Software

Zur Verwaltung der Mining Aktivitäten und Kommunikation mit dem Bitcoin Netzwerk benötigt man eine spezielle Bitcoin Mining Software. Sie überwacht und steuert die Hardware, verbindet sie mit einem Mining Pool (s.u.) und verwaltet die erhaltenen Bitcoin Erträge.

Beliebte Mining Software Lösungen sind beispielsweise:

  • CGMiner
  • BFGMiner
  • EasyMiner
  • Hive OS
  • WinMiner

Mining Pool

Da die Schwierigkeit der Mining Aufgaben konstant zunimmt, reicht die Leistung eines einzelnen Miners oft nicht mehr aus, um Bitcoin zu erhalten. Aus diesem Grund schließen sich Miner zu Mining Pools zusammen.

In einem Pool bündeln viele Miner ihre Rechenleistung, um gemeinsam Mining-Aufgaben zu lösen. Jeder Teilnehmer erhält entsprechend seines Beitrags einen Anteil an der gesamten Mining Belohnung des Pools.

Bekannte Mining Pools sind beispielsweise:

  • Slush Pool
  • F2Pool
  • Poolin
  • ViaBTC

Stromversorgung

Mining Hardware hat einen sehr hohen Strombedarf. Dieser ist der größte Kostenfaktor beim Mining. Für eine profitable Farm braucht man Zugang zu günstigem Strom.

Der typische Strombedarf für einen ASIC Miner mit hoher Hash Rate liegt zwischen 1.500 und 2.500 Watt. Ein großer Mining Betrieb mit hunderten Minern zieht entsprechend mehrere Megawatt.

Man sollte also unbedingt die Stromkosten im Blick behalten und Möglichkeiten für günstige Tarife prüfen. Der Zugang zu Industriestrom kann hier von großem Vorteil sein. Auch Solarstrom vom eigenen Dach kann eine Option sein.

Profitabilität eines Bitcoin Mining Betriebs

Ob sich der Betrieb einer Bitcoin Mining Farm lohnt, hängt von verschiedenen Faktoren ab, insbesondere von:

  • Anschaffungskosten für Mining Hardware
  • Laufenden Stromkosten für den Betrieb
  • Entwicklung der Mining Schwierigkeit
  • Entwicklung des Bitcoin Kurses
  • Höhe der Mining-Belohnung und Transaktionsgebühren

Diese Faktoren bestimmen, ob sich die Investition in Mining Hardware sowie die laufenden Stromkosten durch die erzielten Mining-Erträge amortisieren.

Die Investitionskosten hängen von der gewählten Hardware ab. Ein leistungsstarker ASIC Miner kostet derzeit einige Tausend Dollar pro Gerät. Hinzu kommen Kosten für Kühlung, Installation und Wartung.

Bei den laufenden Kosten ist der Stromverbrauch der größte Posten. Die Stromkosten machen etwa 60-70% der gesamten Betriebskosten aus. Hier lohnt es sich, den günstigsten Stromtarif auszuhandeln.

Weitere laufende Kosten sind Service, Wartung und die Gebühren des Mining Pools. Diese liegen oft bei 1-2% der Mining Erträge.

Die Mining-Erträge ergeben sich vor allem aus zwei Quellen:

  1. Der Mining Belohnung, die man für das Aufspüren eines neuen Blocks erhält. Derzeit beträgt sie 6,25 Bitcoin pro Block, was ca. 140.000 Dollar entspricht (Stand Feb. 2023).
  2. Den Transaktionsgebühren der Nutzer. Für jede Transaktion im Bitcoin Netzwerk wird eine kleine Gebühr fällig, die ebenfalls den Minern zufließt.

Diese Bitcoin Erträge müssen allerdings durch mehrere Miner eines Pools geteilt werden. Die eigenen Erträge hängen von der beigetragenen Hash Rate ab.

Schließlich ist die Mining Schwierigkeit ein wichtiger Faktor. Sie wird so angepasst, dass durchschnittlich alle 10 Minuten ein neuer Block gefunden wird. Steigt die Gesamt-Hash Rate im Netzwerk, erhöht sich auch die Difficulty. Damit steigen die Hardware-Anforderungen zum Bitcoin Mining.

Aufgrund dieser Faktoren lässt sich nicht pauschal beantworten, ab wann ein Bitcoin Mining Betrieb profitabel ist. Dies hängt stark von den Rahmenbedingungen wie Strompreisen und der Entwicklung von Schwierigkeit und Mining-Erträgen im Bitcoin Netzwerk ab.

Vereinfacht gesagt lohnt es sich in der Regel dann, wenn die eigenen Mining-Erträge über einen gewissen Zeitraum die Kosten für Investition und Strom abdecken und idealerweise noch einen Gewinn erwirtschaften.

Fazit

Abschließend lässt sich festhalten, dass Bitcoin Mining eine interessante Möglichkeit sein kann, um durch den Betrieb einer eigenen Mining Farm passives Einkommen zu generieren. Allerdings erfordert dies einen hohen Kapitaleinsatz für die Anschaffung effizienter ASIC Miner sowie einen konstant günstigen Strompreis.

Zudem unterliegt die Profitabilität starken Schwankungen, abhängig von Faktoren wie der Mining Schwierigkeit, den Bitcoin Erträgen durch Belohnung und Gebühren sowie dem Bitcoin Kurs. Hier sind also Erfahrungswerte und stetige Beobachtung der Rahmenbedingungen erforderlich.

Wer langfristig investieren kann und den Aufbau sowie Betrieb einer Mining Farm professionell angeht, hat aber durchaus Chancen, ein lukratives passives Einkommen mit Bitcoin Mining zu erzielen.

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Felix Schulze ist unser Krypto-Enthusiast und Chefredakteur im Team. Der studierte Wirtschaftsinformatiker hat sich schon früh, seit 2017, intensiv mit den technischen Grundlagen von Bitcoin und Blockchain-Anwendungen beschäftigt.

Er betreibt einen der populärsten deutschsprachigen Blogs zu diesen Themen und produziert einen viel gehörten Podcast für Krypto-Fans. Mit seinem enormen Wissensschatz hat Felix sich längst als einer der führenden Experten für die funktionellen und technologischen Details rund um Bitcoin etabliert. Er steuert spannende Hintergrundberichte und Technik-Analysen für unsere Leser bei.