Für Privatanleger ist der Handel mit Binären Optionen eine willkommene Abwechslung und eine Alternative zu sicheren Finanzprodukten. Aus diesem Grund erfreut sich der Optionshandel derzeit größter Beliebtheit. Sicherheitsbewusste Anleger sollten hiervon jedoch die Finger lassen, denn es wird bei dem Handel mit Binären Optionen auch ein hohes Risiko eingegangen. Dafür winken aber auch satte Renditen innerhalb kürzester Zeit.

Wer sich noch nicht sicher ist, ob er mit dem Traden durchstarten möchte, der sollte die Chancen und Risiken einmal gegenüber stellen.

Inhaltsverzeichnis:

Gute Chancen – hohe Renditen

Der Binäre Optionen Handel besticht durch seine einfache Handhabung. Trader treffen hier nur eine Richtungsentscheidung, und zwar, ob der Kurs eines Basiswertes zum Verfallszeitpunkt gestiegen (Call) oder gefallen (Put) ist. Liegt der Trader richtig mit seiner Prognose, erhielt er einen vorab definierten Gewinn. Die Chancen stehen also im Grunde 50 zu 50.

Die Renditen liegen je nach Broker zwischen 80 und 100 Prozent. Je nach Handelsart sind sogar Renditen von über 500 Prozent möglich. Hier gilt aber, dass je höher die Rendite ist, dass auch das Risiko immer mehr steigt.

Welche Arten von Risiken gibt es?

In der Welt der Finanzen wird das Risiko mit den Begriffen „Erwartungswert“ und „Schwankungen“ definiert. Wer beispielsweise in eine Aktie investiert, die jedes Jahr eine Rendite in Höhe von zehn Prozent erzielt und nun ein Jahr später lediglich neun Prozent und im darauffolgenden Jahr elf Prozent bringt, so wird von einem sehr überschaubaren Risiko gesprochen. Von einem hohen Risiko wird hingegen ausgegangen, wie die Aktie zum Beispiel in einem nur zwei Prozent abwirft und im nächsten Jahr 25 Prozent. Bei Binären Optionen liegen die Renditen zwischen 85 und 100 Prozent, was gemessen an dem zuvor genannten Beispiel bedeutet, dass das Risiko enorm hoch ist, Binäre Optionen gelten deshalb auch als hochspekulativ.

Dass Binäre Optionen risikobehaftet sind, lässt sich nicht verhindern. Ein grundsätzliches Risiko wird immer bestehen. Jedoch sollten Trader die unterschiedlichen Risikoarten kennen und sich dieser auch bewusst sein.

Hohes Marktrisiko

Bei Binären Optionen gibt es ein sehr hohes Marktrisiko. Das heißt, die Kurse der Basiswerte können sich in sämtliche Richtungen bewegen, ohne dass diese Schwankungen vorhersehbar sind. Zwar können die Kursentwicklungen mithilfe von unterschiedlichen Tools besser eingeschätzt werden, aber eine Garantie gibt es nicht. Trotz präziser und vermeintlich sicherer Prognose kann ein Kurs plötzlich eine völlig andere Richtung einschlagen.

Rendite vs. Totalverlust

Bei Binären Optionen sind die kleinsten Bewegungen wichtig, denn die Kurse werden sehr präzise ermittelt. Dabei vertrauen die meisten Broker auf 0,0001 Punkte. So können diese Punkte den Unterschied zwischen Rendite und Totalverlust ausmachen.

Einmal gekauft – kein Zurück

Wer eine Option gekauft hat, kann von diesem Kauf nicht mehr zurücktreten und muss bis zum Verfallszeitpunkt warten. Einige Broker bieten mittlerweile eine Early-Closure-Funktion an, um die Option vor dem Ablauf zu stoppen, jedoch wird hierfür in der Regel eine Gebühr verlangt.

Bewertung

Der Handel mit Binären Optionen bietet grundsätzlich gute Chancen, aber auch ein hohes Risiko. Vorteilhaft ist aber, dass Trader die Risiken kennen. Insofern wissen sie also genau, was sie erwartet und auch mit welchem Gewinn sie zu rechnen haben. Bevor es losgeht mit dem Handeln, sollten die Chancen und Risiken immer abgewogen werden. Letztendlich ist es eine individuelle persönliche Entscheidung, inwieweit ein Risiko eingegangen wird.