Die Griechenland-Krise, Crashs an der Börse und weitere negative Ereignisse verunsichern die Branche zunehmend. Auch viele Trader, die mit Binären Optionen spekulieren, sind besorgt, denn die Broker verwalten die Gelder der Trader auf ihren Handelskonten. Eine bedeutende Rolle spielt also hier die Einlagensicherung, die immer abhängig vom Sitz des Brokers ist.

Inhaltsverzeichnis:

Wie hoch ist die Einlagensicherung in der Europäischen Union (EU)?

In der Europäischen Union stellen verschiedene EG-Richtlinien die Grundlage für die gesetzliche Regelung der Einlagensicherungen. Hier werden bestimmte Mindestanforderungen genannt und sind in Deutschland mithilfe des EAEG (Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz) entsprechend umgesetzt worden. Demnach sind pro Person und pro Bank

  • 100 Prozent der Einlagen (max. 100.000 Euro)

und

  • 90 Prozent bei Wertpapiergeschäften (max. 50.000 Euro)

geschützt.

Bei der Wahl des richtigen Brokers wird oftmals festgestellt, dass diese ihren Hauptsitz im Ausland haben, vorwiegend auf Zypern. Verwunderlich ist dies nicht, denn Zypern gilt noch immer als Steuerparadies für Unternehmen und bietet aufgrund der EU-Mitgliedschaft die gleiche Einlagensicherung wie oben beschrieben. Eine wichtige Voraussetzung ist jedoch, dass der Broker seine Konten auf Zypern oder in einem EU-Mitgliedsstaat führt. Darüber hinaus haben sich auch viele Broker bereits dem Regulierungsprozess der Finanzaufsichtsbehörde CySEC unterzogen, sodass die Sicherung der Einlagen auf den Handelskonten entsprechend gewährleistet ist, da diese auf separaten Treuhandkonten geführt werden. Sollte der Broker finanzielle Probleme bekommen oder gar eine Insolvenz anmelden, hat kein Gläubiger Zugriff auf diese Treuhandkonten.

Grundsätzlich ist also bei der Wahl des richtigen Brokers darauf zu achten, welche Bank vom Broker genutzt wird. Befindet sie sich innerhalb der EU, so gelten die zuvor genannten einheitlichen Regelungen, die im Bedarfsfall durchaus einklagbar sind.

Darüber hinaus bieten viele Banken in unterschiedlichen Ländern weitere Sicherungen an, wie zum Beispiel den deutschen Einlagensicherungsfonds der Bankenverbände, wodurch die Kundeneinlagen noch mehr geschützt werden. Hier lohnt sich also ein Blick auf die Homepage des jeweiligen Brokers oder eine direkte Nachfrage.

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Welche Sonderfälle gibt es?

Großbritannien

Wenn ein Broker seine Konten im Vereinigten Königreich führt oder befindet sich dort sein Hauptsitz, so gelten hier andere Regelungen. Zwar ist Großbritannien ein EU-Mitglied, doch an der Gemeinschaftswährung Euro wird nicht teilgenommen. Diese Tatsache ist aber nicht nachteilig, denn die in Großbritannien ansässigen Banken bieten eine Einlagensicherung pro Person bis zu maximal 85.000 britischen Pfund (GBP), was ungefähr 122.200 Euro entspricht. Insofern ist auch hier eine Haftung gewährleistet.

Schweiz

Die Schweiz ist weder EU-Mitglied noch an die Gemeinschaftsgewährung Euro angeschlossen. Allerdings bieten die dort ansässigen Banken eine Einlagensicherung pro Person in Höhe von 100.000 Schweizer Franken (CHF) an, was rund 95.830 Euro entspricht. So gilt auch in der Schweiz, dass sich sämtliche Banken an diese Einlagensicherung halten müssen.

Fazit

Das Guthaben auf den Handelskonten der Broker genießt in den meisten Fällen einen gesetzlichen Schutz durch die Einlagensicherung bis zu einer bestimmten Höchstgrenze. Diese Höchstgrenzen reichen normalerweise für das gängige Trading aus. Grundsätzlich sollte darauf geachtet werden, dass sich das Guthaben auf dem Handelskonto in diesem Bereich bewegt und die Höchstgrenzen nicht überschritten werden.

Planen Trader hingegen, mit höheren Summen zu spekulieren, kann es durchaus sinnvoll sein, die Gelder auf mehrere Broker zu verteilen, da die zuvor aufgeführten Vorschriften lediglich pro Person und pro Bank gelten.

Binäre Optionen: Einlagensicherung bei Brokern
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